Georges-Arthur Goldschmidt
Der bestrafte Narziß

Essay
Aus dem Französischen von Mariette Müller
1994. 160 Seiten. Gebunden
Umschlaggestaltung von
Klaus Detjen

ISBN 9783250102250

Ein Essay des Geschwister-Scholl-Preisträgers Georges-Arthur Goldschmidt

Gequält und gefoltert, gedemütigt vor Zeugen, bis aufs Blut geschlagen, beginnt sich das Kind, das gezüchtigt wird und sich unschuldig weiß, schuldig zu fühlen. Die Ungerechtigkeit und die Erniedrigung werfen das Kind auf sein Selbst zurück. Dort weiß es sich allein, bei sich selbst, geschützt und über alles andere hoch erhaben.

Ausgehend von eigener Erfahrung, die er unter anderem in seiner autobiographischen Erzählung »Die Absonderung« literarisch eingebracht hat, denkt Georges-Arthur Goldschmidt im vorliegenden Essay über die geheimnisvollen und komplizierten Wechselwirkungen von Strafen und Bestraftwerden, von Schmerzempfinden und Wollust nach. Sein drängendes, bohrendes Fragen führt ihn zu Einsichten pädagogischer, psychologischer, ästhetischer, sprachphilosophischer und soziologischer Art, die scheinbar sich Fremdes vereinen – und doch immer wieder auf den Ursprung zurückverweisen: das geschlagene Kind.




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