In 16 Prosastücken, wie Peter Weibel seine sehr feinen Erzählungen nennt, berichtet uns der Autor mit bestechender sprachlicher Genauigkeit von Erlebnissen mit Menschen, die, durch Krankheit oder Alter in sich selbst gefangen, von Vorgängen, die mit ihnen geschehen, besetzt sind und kaum mehr die Chance haben, sich dem Nächsten zu öffnen. Von einem langsamen, qualvollen und entstellenden Vergehen wird erzählt, das den davon Betroffenen auf eine Ebene führt, die trotz Ausweglosigkeit so etwas wie Hoffnung im Finden oder besser Wiederfinden des Menschen bereithält für den, der sich solchem Sterben nicht gleichgültig zur Seite stellt. Vom Begleiten ist die Rede, von Anteilnahme, von Liebe des Nächsten dem Nächsten gegenüber, von einer großen und wichtigen Hoffnung also.