Walter Schenker
Am andern Ende der Welt

Roman
1988. 208 Seiten. Gebunden

ISBN 9783250101154

»Kein Leben ist ohne Spur. Das würde genügen. Sonst wäre alles umsonst.« Walter Schenker

Ein Schriftsteller erinnert sich auf einer Reise durch Schleswig-Holstein an seinen Onkel Walter, den Stolz der Familie, der in den 1920er Jahren in Kiel studiert hat und noch vor der Geburt des Erzählers verstorben ist. In der Familie zu Hause in Solothurn hat dieser Onkel Spuren einer hoffnungsvollen Existenz hinterlassen, Fotos, selbst gemalte Bilder, Briefe. Onkel Walter, das war für den Jungen die Summe dieser Spuren, die er jetzt, als Schriftsteller, zu einer traurig-leisen Liebesgeschichte ausformt.

Sie steht im Zentrum des Romans und erzählt von einer von vornherein verurteilten Liebe, da die jungen Menschen, der »Südländer« und die »Nordländerin«, von Charakter und Herkunft zu verschieden sind. Die Spuren werden vorerst für den Erzähler zu Vermutungen, die er durch Tatsachen erhärten will, er beginnt vor Ort nach der versunkenen Liebesgeschichte zu recherchieren.

Zu finden ist die Liebe seines Onkels, die Kielerin Lene. Die Nachforschungen münden in eine groteske Verwicklung mit der »Bild«-Zeitung, die, aufgescheucht durch die Aktivitäten des Schriftstellers, ihrerseits Interesse an einer sentimentalen Suche nach Lene zeigt. Die Fiktion des Romans fortführend, geraten Spuren und Erfindung vollends auseinander, der Schriftsteller muss schlussendlich vor den die Tricks beherrschenden »Kollegen« von der Presse fliehen, zurück, von wo er hergekommen ist.




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